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17.10.2016, Montag: Peking

Die Ankunft in Peking ist wie gewohnt. Der große Flughafen kommt mir auch dieses Mal nicht groß vor. Allein, dass man vom Terminal zur Gepäckaufnahme eine paar Minuten und zwei Stationen mit einer Flughafentram fahren muss, gibt einem eine Ahnung von der Größe.

Nachmittags fahren wir mit dem Bus zum Zhengyangmen und zur dahinter liegenden Touristenmeile . Ein Freund, der zufällig auch in Peking ist, hilft uns durch den Trubel der Stadt.

Als erstes kommt die Nase heim

Das erste, was sich hier in Peking zurechtfindet ist meine Nase. Schon am Flughafen erkennt sie die Stadt wieder. Und das hat gar nichts mit dem Smog zu tun, denn wir haben Glück. Obwohl die letzten Tage hier ein sensationeller, gesundheitsgefährlicher Smog geherrscht hat, scheint heute die Sonne und ein frischer Wind weht.

Es ist etwas anderes, dass die Stadt unverkennbar macht. Natürlich die Gerüche des Essens, der Garküchen, der offenen Küchen und Restaurants, der Atem des Woks, der Grillrauch. Autoabgase überall. Auch die Menschen riechen anders und spätestens im Hotel gibt es einen ganz eigenen, chinesischen Geruch von Sauberkeit. Wo in Europa Hygiene immer diese Mischung aus billigen aquatischen und ganz vorne heraus Zitrusdüften bedeutet, gibt es hier eine andere, angenehme Note. Keine Ahnung, was da duftet. Etwas grünes, vielleicht die synthetische Idee von Grünem Tee und etwas Blumiges …

Abends essen wir in einem soliden chinesischen Restaurant um die Ecke. Mit Séparées und großen Tischen, jungen Kellnern und heißem Wasser, und einer wirklich wirklich guten Hühnersuppe mit Pilzen.

  1. Lecker. Was ist denn bloss frisches Bier?

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